30 Fragen zur erfolgreichen Data Mining Toolauswahl


Erschienen in:ECDM NEwsletter,11/1999
EXPERT CORNER

30 Fragen zur erfolgreichen Data Mining Toolauswahl (1)

Nach einer Studie der Gärtner Croup werden bis zum Jahr 2000, und das ist ja wirklich nicht mehr lange hin, über die Hälfte der Fortune 1000-Unternehmen Data Mining Technologien nutzen. Schon 1997 sahen 80% dieser unternehmen Data Mining als kritischen Erfolgsfaktor im Kampf um Markterfolg. Stetig steigt aber die Anzahl an verfügbaren Instrumenten und die Pro- duktaussagen der Hersteller hinterlassen auf Grund von Fachterminologien und der inhaltlichen Komplexität oft mehr Verwirrung als Klarheit. Die vorliegende Fragenliste für den Bereich Management (Tell1) hat unseren Kunden schon häufig geholfen im Vorfeld auf Basis der richtigen Fragestellungen die essentiellen Antworten von den Herstellern zu bekommen und somit die richtigen Instrumente zu sondieren bzw. Data Mining Projekte erfolgreich umzusetzen. Im nächsten ECDM- newsletter folgen die 30 wichtigsten Fragen für den Bereich Methoden und EDV als 2. Teil.

Themenbereich 1: Wirtschaftlicher Vorteil des Tools
a) Welchen wirtschaftlichen Vorteil soll das neu anzuschaffende Datamining Tool einbringen?
b) Wie gut paßt sich das Datamining Tool an die branchentypischen Bedingungen an?
c) Welche zusätzlichen Information können durch das Tool erhalten werden?

Themenbereich 2: Technisches Vorwissen
a) Wie technisch bewandert müssen die Anwender sein?
b) Können die Fachabteilungen mit dem Tool arbeiten ohne bei jedweden Problemen in der IT Abteilung bzw. beim Data- base-Spezialisten anrufen zu müssen?
c) Ist die Tooloberfläche weitestgehend selbsterklärend?

Themenbereich 3: Verständlichkeit und Interpretierbarkeit
a) Sind die Analyseergebnisse intuitiv verständlich?
b)Gibt es klare Erläuterungen zu den Analysergebnissen?
c) Sind die Erläuterungen eher in einer mathematisch-technischen oder in einer allgemeinverständlichen Sprache gehalten?

Themenbereich 4: Unabhängigkeit der Fachabteilung
a) Ist es notwendig für tiefergehende Frage zu einem Analysten zugehen?
b)Welche Art der weiterführenden Fragen können die Fachabteilungen mit dem Tool beantworten?
c) Wie schnell lassen sich weitere Fragen während der aktuellen Analyse stellen?

Themenbereich 5: Die Anwender
a) Welche fachliche /statistischen Voraussetzungen müssen die Anwender mitbringen?
b)Für wie viele Anwender ist das Tool ausgelegt?
c) Gibt es unterschiedliche Level von Anwendern (Fachabteilung/Analysten)?
d) Können die Anwender ihre eigenen Anwendungen/ Fragen für das Tool entwickeln?

Themenbereich 6: Verläßlichkeit der Ergebnisse
a) Wie verläßlich sind die Ergebnisse?
b) Erhalten 100 Anwender auf die gleiche Frage 100 verschiedene Antworten?
c) Gibt es Zusammenhänge, die durch das Tool nicht entdeckt werden können?

Themenbereich 7: Automatisierung der Analysen
a) Gibt das Tool die Möglichkeit Standard- analysen automatisch zu erstellen?
b)Hat das Tool die Möglichkeit automatische Vorjahresvergleiche durchzuführen?

Themenbereich 8: Datenhandling
a) Welche Datenmenge kann das Tool verarbeiten?
b) Bekommt das Tool die Daten direkt aus der Datenbank oder müssen Daten extrahiert werden?
c) Wenn das Tool mit Datenextrakten arbeitet, wie ist sichergestellt, daß dabei die Zusammenhänge und Muster in den Daten nicht verloren gehen?

Themenbereich 9: Integration in die bestehenden Anwen- dungs- und EDV Landschaft
a) Wie paßt sich das Tool in die bestehende Anwendungs und EDV Landschaft ein?
b)Welche Schnittstellen hat das Tool zu anderen Systemen?
c) Lassen sich die Analyse-Ergebnisse in andere Tools übernehmen (z.B. in Excel)?

Themenbereich 10: Support und Training
a) Welche Unterstützung wird bei der Installation und Einführung benötigt?
b) Bietet der Hersteller Support- und Trainingsmaßnahmen?
c) Gibt es beim Hersteller eine Hotline für spätere Fragen?